Fotografie – digital art

driver´s landscape – Schnappschuss-Serie

Immer in Eile, immer auf der Suche nach dem anerkannt Interessanten, dem nächsten Instagram-Hotspot, nach der Schönheit und Integrität von Orten, die man so zerstört.
Nichts sehen, nichts fühlen, nichts erleben, außer der Befriedigung des auch da gewesen zu sein, die Trophäe zu besitzen als etwas, das man nicht besitzen kann.

Was man dabei versäumt ist die verborgene und übersehene Schönheit des Augenblicks – unterwegs im Irgendwo. Ihr gilt diese Fotoserie.

Instagram

Insta nervt!

Soeben habe ich meinen Instagram-Account abgeschaltet.
Dafür gibt es viele gute Gründe.

Eigentlich besteht an den Angeboten kein wirkliches Interesse – die meisten Follower folgen nur, weil sie damit ihre eigenen Ziele verfolgen: möglichst viele Follower. Es ist das Spiel „Folgst du mir folg ich Dir“.

Instagram ist ein einziger Spielplatz der Eitelkeiten und der Selbstdarstellung. Bekannte Namen dominieren die Aufmerksamkeit.
Die verwendeten Algorithmen bevorzugen einzig den mainstream und lassen nichts Aussergewöhnliches zu

Posts verschwinden sekundenschnell im Orkus der unendlichen Weiten des Netzes und der milliardenfachen Konkurrenz. Wie sollen wirklich Interessierte etwas finden?

Und nicht zuletzt: das ganze Theater der Digitalisierung braucht unglaubliche, unvorstellbare Mengen an Strom. In Zeiten des Klimawandels ist Nutzloses abzuschalten.

Tschüss Insta.

Medienkunst – digital art

summertime – eine Fotoserie

Womit die Menschen sich umgeben, welche Dinge sie nutzen, was sie so alles brauchen kann viel über sie erzählen.

Das gilt auch für den Badeurlaub oder den Tag am Strand, den Badesee und das Schwimmbad. Manchmal verlässt man den Badeplatz für eine Weile, dauert die Weile etwas länger bleibt nur das Wichtigste zurück um die Stellung zu halten.

Eine Ahnung vom Wesen und ein Bild der Menschen, die jeweils dazu gehören drängt sich auf, sei es auch ein falsches …

Ton erzählt Geschichten

keramische Bilder

Eine Besonderheit aus unserer Werkstatt sind die keramischen Bilder.

Weil sie jede Spur der Bewegung einer formenden Hand festhalten und aufbewahren, sind die Materialien Lehm und Ton bekanntermaßen die Werkstoffe, welche schon seit vielen Tausenden von Jahren von den Menschen benutzt werden um visuelle Spuren zu hinterlassen und sich über Zeichen und Bilder zu verständigen.

Bei unseren keramischen Bildern setzen wir genau auf diese Eigenschaften. Nur die Hände und einfachste Werkzeuge wie Hölzer und einfache Messer kommen zum Einsatz um das Material zum Sprechen zu bringen. Moderne Glasurtechniken und Brenntechniken spielen keine Rolle, nur weiße und schwarze Engobe, Holzaschen und Pflanzenteile kommen zum Einsatz, ergänzt durch einige wenige Metalle.

Dieser Ansatz führt auch thematisch häufig in die Vergangenheit. Die Themen reichen deshalb von Tafeln mit an Schrift erinnernden Strukturen über archaische Masken und Figuren bis zu Landschaften.

letter in an unknown language
couple with an owl
dog and cat in the same boat
tunika 3

Malerei im Atelier

Der Kreuzweg – heute noch ein Thema?

Kann man als zeitgenössischer Künstler noch den klassischen Kreuzweg zum Thema machen? In Zeiten der Missbrauchsskandale, der Diskreditierung und Selbstdemontage der Kirche als Institution? Zumal wenn man selbst gar nicht zu denen zählt, die an all das glauben, was von den Kanzeln verkündet wird?

Ich denke man kann. Aus dem einfachen Grund, weil die Passion des Jesus von Nazareth nicht nur als Erzählung spannend ist, sondern als Lebensweg exemplarisch all das widerspiegelt, was uns als Menschen lebenslang beschäftigt und umtreibt. Für welchen Weg wir uns entscheiden, welche Konsequenzen wir dafür zu tragen bereit sind.
Was ist die Liebe?
Folgen wir einem Ideal, einer Überzeugung?
Wofür würden wir Leiden?
Wofür wären wir zu Sterben bereit und
kommt nach dem Tod noch etwas?

Mein „Kreuzweg“ nimmt nicht den Weg Jesu nach Golgatha zum Thema, sondern den Kreuzweg eines Lebens …

Opferbereitschaft
Leiden
Hass
Sterben
Tod

Keramik und Glasur

Aus Grün wird Rot – Green turns into Red

Die Farben in der Keramik enstehen durch Metalloxide. Zum Beispiel Eisenoxid, es ist braun oder schwarz je nach der Anzahl der vorhandenen Sauerstoffatome – es entstehen die entsprechenden Glasuren .

Kupferoxid ergibt grüne Glasuren, so lange der Brand mit Sauerstoffüberschuss geführt wird. Reduziert man die Sauerstoffzufuhr – der Abbrand wird unvollständig und es entsteht Rauch – können dem Kupferoxid in der Glasur Sauerstoffatome entzogen werden, die Farbe wechselt dann, mit etwas Glück und viel Erfahrung, zum Rot des metallischen Kupfers.

green-to-red-plate
green-to-red-vase

Keramik und Tradition

Holzascheglasuren

Holzascheglasuren zählen zu den ältesten Glasuren. Besonders geschätzt und perfektioniert wurden sie im alten China. Aschen unterschiedlicher Holzarten führen zu sehr verschiedenen Glasuren, da jeweils sehr andere Mineralien darin enthalten sind.

Je nach Holzart und Brenntemperatur muss manchmal auch zusätzliches Flussmittel hinzugefügt werden, um die Glasur zum Ausfließen zu bringen.
In den meisten Fällen entstehen weißliche bis grünliche Glasuren, durch Zugabe von Metalloxiden kann die Farbe weit aufgefächert werden.

China Vase, Holzasche und Kobaltoxid
Teeschale, Holzasche und Eisenoxidpartikel
Vase, Holzasche und Kupferoxid

Papier-Kunst | paper art

leicht und vielseitig

Kunst aus Pappe und Papier ist auch aus unserer Werkstatt nicht neu, aber seit kurzem mal wieder aktuell. Die Werkstoffe sind Pappe oder Wellpappe, Zeitungspapier und viel Tapetenkleister.

Auf den Oberflächen entstehen interessante und abwechslungsreiche Strukturen.
Durch die Bemalung mit Acrylfarben bekommen die Objekte Charakter und Lebendigkeit.

Großkopf – big headed
Seelenbretter – soul boards
Seelenstäbe – soul rods (Detail)

Keramische Plastik

Menschenbilder

auch im Jahr 2019 beschäftigt uns „der Mensch“ – was liegt also näher, als sich wieder einmal mit den „ersten“ Menschen zu beschäftigen:

Adam und Eva als immerwährendes, nie zu Ende zu bringendes Thema.

Aus Erde gemacht, mit Aschen gebrannt hängen sie nun als Relief an der Wand und fordern uns heraus Stellung zu beziehen.

Adam und Eva – adam and eve