Wie „die Grünen“ Deutschland klimafreundlich machen wollen

  1. Saubere Energie, Ausbau der Erneuerbaren, Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle: Ab 2030 wollen wir unseren Strombedarf vollständig aus Erneuerbaren Energien decken. Hierfür brauchen wir ein Kohleausstiegsgesetz, mit dem wir das Ende des Kohlezeitalters in Deutschland planungssicher und unumkehrbar gestalten. Mit einem Fonds für den Strukturwandel schaffen wir einen sozialverträglichen Ausstieg und neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze. Zugleich beschleunigen wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dafür müssen bestehende Beschränkungen beseitigt, Planungsprozesse effizienter gestaltet und Genehmigungen leichter erteilt werden.
  2. Klimaschutzgesetz: Dieses bildet den Rahmen für alle Klimaschutzmaßnahmen. Es stützt sich …
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Millionäre für Steuern!

Bild: Online Petition taxmenow

36 Deutsche und österreichische Millionäre wollen mehr Steuern zahlen!

Im Internet veröffentlichten sie einen Appell an die Politik mit dem Titel TAXMENOW. Darin formulieren sie die Forderung nach einer stärkeren Besteuerung der Reichen: „Wir sind Vermögende und setzen uns für eine höhere Besteuerung von Vermögen ein.

Und natürlich: die Ungleichheit, die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich gefährdet die Demokratie. Nochmals verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Corona-Krise, viele Vermögende und Unternehmen sind in der Pandemie noch reicher geworden, wogegen die Armen besonders darunter litten und noch leiden.

Die Initiatoren werben in einer Online Petition um Unterstützer. Unterschreiben dürfen nur Personen, die mindestens über ein Vermögen von 1 Million Euro verfügen …

Fünf Schwerpunkte stehen im Zentrum ihrer Forderungen:

  • Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Millionen- und Milliardenvermögen
  • Begrenzung von Ausnahmen für Betriebsvermögen und anderen Sonderregelungen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer 
  • Progressive Steuersätze statt Einheitssatz bei der Kapitalertragssteuer
  • Eine Vermögensabgabe für Millionen- und Milliardenvermögen im Falle einer Schuldenbremse
  • Striktere Regeln gegen Steuervermeidung und -hinterziehung und bessere Ausstattung der Steuerbehörden

Wir sind überzeugt, dass mehr Steuergerechtigkeit der zukunftsweisende Weg zu einer Gesellschaft ist, die sich an den Werten Gemeinwohl, Chancengleichheit und Zusammenhalt orientiert. Diejenigen, die viel besitzen, können einen höheren Beitrag leisten, um die großen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen: Klimawandel, Digitalisierung, demographischer Wandel, Wohnungsmangel, Bildungsgerechtigkeit und Förderung einer effektiven Vermögensbildung für alle.“

Dem kann man nur zustimmen, denn ohnehin gilt: Eigentum verpflichtet!
Das gilt für Grund und Boden, Immobilien, Produktionsmittel, und Vermögen. Unsere Politiker sollten mal wieder die Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes lesen …

Was kostet die CO2-Steuer wirklich?

die weltweite CO2-Verteilung – Quelle: Nasa

Mehr Klimaschutz bringt höhere finanzielle Belastungen mit sich.
FDP-Chef Lindner musste für seine Berechnung der Mehrkosten durch eine höhere CO2-Abgabe viel Kritik einstecken.

… und seine Rechnung ist aus mehreren Gründen sehr fragwürdig.

Lindner multiplizierte den vermuteten Pro-Kopf-Ausstoß von elf Tonnen CO2 pro Jahr mit den 35 Euro, um die – unter anderen – die Grünen die aktuelle CO2-Abgabe anheben wollen. Daraus ergeben sich 11 mal 35, also 385 Euro. Diese 385 Euro nimmt er mal vier (für einen Vier-Personen-Haushalt) und präsentiert mit den Worten „dann sind das 1540,- Euro pro Person“ seinen Taschenrechner.

Wie hoch ist die Belastung für jeden einzelnen Bürger wirklich?

Weder stößt ein Bundesbürger im Schnitt elf Tonnen CO2 pro Jahr aus, noch werden ihm diese über die CO2-Abgabe in Rechnung gestellt. Auf einen solchen Durchschnittswert kommt man nur, indem man den Gesamtausstoß klimaschädlicher Gase in Deutschland durch die Zahl der Einwohner teilt. Das Statistische Bundesamt beziffert den CO2-Pro-Kopf-Ausstoß in Deutschland für das Jahr 2019 auf 7,9 Tonnen.

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Die CO2 Bepreisung könnte viele Probleme lösen!

Luftbelastung, Plastikmüll, Landwirtschaft

8. Juni 2021

eine Studie zeigt auf: wie wir Wirtschaften erzeugt riesige Folgekosten für die Allgemeinheit.

Ressourcenverbrauch, Schadstoffaustoß und CO2-Emissionen kosten die Gesamtgesellschaft dreistellige Milliardenbeträge – Jahr für Jahr!

Die Autoren der Studie empfehlen durch eine „nachhaltige Steuerreform“ diese Kosten an die Allgemeinheit zurückzugeben.

Die Grünen stimmen dem zu und wollen eine klimafreundliche Finanzreform umsetzen.
Sven-Christian Kindler, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion:
„Dazu gehört ein deutlich höherer CO2-Preis mit fairer, sozialer Rückverteilung sowie der konsequente Abbau von umweltschädlichen Subventionen. Das sind Relikte aus einem fossilen Zeitalter, die wir uns angesichts der Klimakrise, aber auch in Bezug auf eine nachhaltige Haushaltsfinanzierung nicht länger leisten können“.

Das Forschungsprojekt „Ariadne“ benennt vier Handlungsfelder

  • Erhöhung der CO2-Preise im Emissionshandel, sie sollen die durch den Klimawandel verursachten Schäden abbilden. Der Ausstoß einer Tonne CO2 richtet Schäden an im Wert von mehr als 150 €
  • Konkrete Einbeziehung von Treibhausgasen und anderen Umweltschäden in der Landwirtschaft.
  • Neuausrichtung der Steuern und Abgaben im Stromsektor. Hohe Strompreise behindern den Umstieg auf klimafreundliche Technologien wie Elektroautos oder Wärmepumpen.
  • Mautsysteme im Verkehrssektor, weil die Schäden bei weitem über den Ausstoß von CO2 hinausgehen. Staus, Lärm, Schäden an der Infrastruktur.

zur Studie

Kinder klagen für das Klima

„Erster Erfolg für Klimaklage von Kindern beim Gerichtshof für Menschenrechte

Die jüngste Klägerin ist gerade mal acht Jahre alt: Sechs Kinder und Jugendliche aus Portugal gehen mit einer außergewöhnlichen Klimaklage gegen Deutschland und 32 weitere Staaten vor. Nun haben sie einen Etappenerfolg erzielt.

Sechs Kinder und Jugendliche aus Portugal setzen Deutschland und weitere 32 Länder Europas im Kampf gegen den Klimawandel unter Druck: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg gab grünes Licht für ihre außergewöhnliche Klage gegen Deutschland und 32 weitere Länder. Er entschied, mit der Anfang September eingereichten Klage fortzufahren. Man werde der Beschwerde wegen der Wichtigkeit und Dringlichkeit der aufgeworfenen Fragen Priorität einräumen, teilte der EGMR mit. Die betroffenen Länder haben nun bis Ende Februar Zeit, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.“

weiterlesen auf tageschau.de

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Eil-Petition: Rettet den Europäischen Green Deal!

Die grünen EU-Parlamentarier Michael Bloss und Sven Giegold haben diese Petition gestartet.

Die Europawahl war die erste Klima-Wahl überhaupt. Millionen Menschen sind auf die Straße gegangen. Ihre Forderung an die Politik: Nehmt die Klimakrise und die Wissenschaft endlich ernst!

Doch nun zeigt sich: Diese Rufe wurden nur vermeintlich gehört. Die neue EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen brachte zwar den “European Green Deal” auf den Weg. Der Deal sollte Europas “Man on the Moon“-Moment werden. Aber nun da es an die Umsetzung geht, fallen die großen Ankündigungen in sich zusammen. 

Die EU-Staaten, allen voran die deutsche Bundesregierung, blockieren jedes einzelne Vorhaben des Green Deals und schwächen die großen Ambitionen bis zur Unkenntlichkeit ab. 

Vom Klima-Champion ist weit und breit keine Spur, sondern die Errungenschaften werden nach und nach abgebaut.

→ Bei der EU-Landwirtschaftspolitik werden rund 400 Milliarden Euro verplant, die dem Klima noch mehr schaden, anstatt dass dieser klimaschädliche Sektor endlich zum Klimaschutz beiträgt. 

→ Bei der EU-Regelung für nachhaltige Finanzprodukte (EU-Taxonomie) drohen klimaschädliches Gas und tödliche Atomkraft als “nachhaltige Investition” beworben zu werden. 

→ Beim EU-Klimaziel, dem zentrale Orientierungspunkt des Green Deals, kommen statt der vom EU-Parlament geforderten 60 Prozent Treibhausgasreduktion nur 52,8 Prozent Reduktion raus. Ein Ende der klimaschädlichen Subventionen? Fehlanzeige! Das Europäische Klimagesetz, der Pfeiler des Green Deals, steht auf Sand und versinkt gerade. Unter dem Druck ihrer nationalen Regierungen scheren nun Sozialdemokraten und Liberale aus der progressiven Klima-Allianz im Europaparlament aus und akzeptieren die schmutzigen Deals der Christdemokraten, der EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission.

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Eigentum verpflichtet – die Wiederentdeckung der Sozialbindung von Eigentum

31. Mai 2021

Heribert Prantl entdeckt in einem wichtigen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung von 29./30.5. die Sozialstaatlichkeit neu:

„Entreichern!

Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung –
was nutzt es, wenn man keine hat und keine findet?
Das Berliner Volksbegehren ist mehr als eine Spinnerei …

… Eigentum verpflichtet: Es ist das vergessene Fundament des deutschen Sozialstaats …“

weiterlesen auf sueddeutsche.de

enger Hals – die ganz besondere Vase

Vasen dienen, sie haben eine Funktion zu erfüllen. Eine gute Vase muss standfest sein, darf nicht umfallen, selbst wenn sie einen großen Blumenstrauß in sich trägt. Sie muss wasserdicht sein, wer will schon seine wertvollen Holzmöbel mit einer Vase beschädigen? Wasserflecken sind kaum wieder zu entfernen … Schön“ soll sie sein, attraktiv in ihrer raumgreifenden Gestalt, eine gespannte Kontur wäre angemessen, eine Glasur, die in Farbe und Haptik überzeugt.

Das alles aber ist kein Selbstzweck, denn die vornehmste Aufgabe einer Vase ist ja: den Inhalt, sei es ein Strauß Blumen, ein trockener Ast oder ein paar Gräser, in Szene zu setzen.

Sie sind der Regisseur, die Regisseurin, die Vase ist die Bühne!

Eine ganz besondere Form der Vase ist die Enghalsvase, ihr Kopf ist klein, der Hals zugeschnürt. Sie kann nicht viel aufnehmen, die Fülle ist ihre Sache deshalb nicht. Statt dessen verlangt sie nach besonderer Aufmerksamkeit, sie ist wählerisch und akzeptiert nicht jeden Inhalt. Sie braucht also Zuwendung …

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Ein „Hungertuch“

Kirche St. Martin in Deggendorf

Jedes Jahr in der Fastenzeit wird der Hochaltar mit einem violetten Tuch verhängt. Dieses sogenannte Hungertuch verhüllt die Schönheit des Altares um „die Augen fasten“ zu lassen. Dieses Jahr hat Günter Reinhardt exklusiv ein „Hungertuch“ gestaltet, das aus einer großen bemalten Papierbahn besteht.

Wer zur Zeit in die Kirche St. Martin kommt, dem fällt es sofort auf: Nicht das Altarbild des Hochaltars ist zu sehen, sondern eine mehr als vier Meter hohe und zwei Meter breite Papierbahn bemalt mit vielen kleinen und großen Zeichen. Günter Reinhardt, Bildhauer, Keramiker und Grafiker aus Neuhausen, hat dieses Kunstwerk exklusiv für die Pfarrei geschaffen. Es wird die Kirchenbesucher durch die Fastenzeit 2021 begleiten.

Das bestimmende Thema dieses Fastentuches mit dem Titel „Verantwortung“ sind Zeichen und Worte. Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Entwicklung menschlicher Schrift-zeichen dargestellt wird. Das beginnt mit Symbolen aus Felsenmalereien wie Fisch, Stierkopf und Welle, geht über die Entwicklung von Buchstaben bis zur digitalisierten Schrift, die nur noch aus 1 und 0 besteht.

Günter Reinhardt ging es aber um mehr. Das zeigt er, indem er den Begriff „Wort“ an zentraler Stelle auf die Papierbahn malt. Das Wort aber ist die Grundlage des Mensch-Seins. Worte bedeuten Kommunikation und Verständnis. Worte drücken Gefühle aus. Worte können heilen und töten. Wir lesen, schreiben und denken in Worten.

Und hier kommt auch der Glaube ins Spiel. Das „Wort“ steht im Mittelpunkt des Christentums, denn „Gott war das Wort“ wie es im Johannesevangelium heißt. Vom Wort weiß die Heilige Schrift: Es ist schöpferisch – denn mit dem Wort „Es werde..“ fängt alles an, ohne das Wort ist Nichts. Es ist kraftvoll, denn „es bewirkt was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe“ spricht Gott im Buch Jesaja. Im Kunstwerk von Günter Reinhardt lässt sich die schöpferische Kraft des Wortes (Gottes) erspüren, wenn man sieht, wie sich aus dem Wirrwarr der Zeichen die Klarheit der Buchstaben herausschält.

Bei längerem Schauen setzt man irgendwann die Buchstaben und Silben zu einem Wort zusammen. Man liest vielleicht zuerst „Antwort“ und schließlich „Verantwortung“. Und genauso könnte es gedacht sein: Unsere Antwort auf die schöpferische Tat Gottes, der uns und die Welt werden ließ, ist unser verantwortetes Leben. Unsere Verantwortung für das eigene Leben, das unserer Mitmenschen und die Bewahrung der Schöpfung.

Wie jedes andere Kunstwerk ist auch dieses eine Einladung zum Innehalten und Schauen. Lassen sie es auf sich wirken als Gesamtheit wie im Detail. Entdecken sie, was es zu sehen gibt – was sie überrascht und was sie befremdet. Es gibt wohl so viele Möglichkeiten, es zu verstehen und Dinge herauszulesen wie es Menschen gibt, die es anschauen.

Diakon Sebastian Nüssl

Light Cube Deggendorf

ein surreales Schattenmobile

In luftiger Höhe bewegen sich geheimnisvolle Schatten auf den ca. 350 Quadratmetern der Fenster der achten Etage des KARL-Turms. 10 Tage lang können die Deggendorfer einen kulturellen Abendspaziergang rund um das Hochhaus machen, von unten nach oben schauen und sich an dem Tanz rätselhafter Schattenfiguren erfreuen. Das Betreten der Etage ist allerdings aus Sicherheitsgründen verboten.

Video auf Niederbayern.TV

Ausgedacht haben sich das Schattenmobile die beiden ehemaligen TH Professoren Günter Reinhardt und Ernst Jürgens – ein Team, das in den letzten Jahren schon oft für multimediale Überraschungen im öffentlichen Raum gesorgt hat.

In Zeiten aufwendig digitaler Medienkunst hatten die beiden viel Spaß am Rückgriff in die altmediale Zauberkiste: Licht und Schatten, Karton und Requisiten surrealer Filme der Jahrhundertwende als Mitwirkende. Mit der leichten Windkraft von mehr als einem Dutzend Ventilatoren gelingt es, ein poetisches Schattenmobile zu inszenieren, das trotz seiner Schwarz-Weiß-Reduktion an Vorbilder wie Jean Tinguely oder Alexander Calder erinnert.

Die kinetische Skulptur hat ihren perfekten Platz in dem im Entstehen begriffenen Deggendorfer Hochhaus und ergibt eine Symbiose von Architektur und Kunst. Auch die Zusammenarbeit mit Herrn André Karl als Vertreter der Unternehmensgruppe KARL und Bauherr sowie dem Architekten Markus Kress wird von den beiden Medienkünstlern als ideenreich und flexibel bezeichnet.

Ein Mobile ist ein Stück Poesie, das vor Lebensfreude tanzt und überrascht.“ So hat Alexander Calder seine Kunst beschrieben. Und so ein Kunstwerk ist zehn Tage lang in Deggendorf am KARL-Turm anzuschauen.

Sonntag, 21.2.2021 bis Dienstag, 2.3.2021
täglich ab 19.00 Uhr