Ein Keramikbild aus meiner Werkstatt, das plötzlich die innenpolitische Situation in Deutschland exakt beschreibt. Auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden, zur Zusammenarbeit verdammt, aber dennoch nicht in der Lage konstruktive Lösungen zu finden. Die gegenseitige Abneigung scheint unüberwindlich.
Opferbereitschaft, Kalk, Eisenoxid, Bitumen, 70×100 cm
Kann man als zeitgenössischer Künstler noch den klassischen Kreuzweg zum Thema machen? In Zeiten der Missbrauchsskandale, der Diskreditierung und Selbstdemontage der Kirche als Institution? Zumal wenn man selbst gar nicht zu denen zählt, die an all das glauben, was von den Kanzeln verkündet wird?
Leiden, Acryl auf Papier
Ich denke man kann. Aus dem einfachen Grund, weil die Passion des Jesus von Nazareth nicht nur als Erzählung spannend ist, sondern als Lebensweg exemplarisch widerspiegelt, was uns als Menschen lebenslang beschäftigt und umtreibt. Für welchen Weg wir uns entscheiden, welche Konsequenzen wir dafür zu tragen bereit sind.
Hass, Acryl und Bitumen auf PapierSterben, Acryl auf Papier
Was ist die Liebe? Folgen wir einem Ideal, einer Überzeugung? Wofür würden wir Leiden? Wofür wären wir zu Sterben bereit und kommt nach dem Tod noch etwas?
Deutschland hat rechnerischseine Ressourcen für 2026 schon heute verbraucht. Global Footprint Network zeigt: Wir nutzen noch immer viel zu viel fossile Brennstoffe – Öl, Gas und Kohle .
Rein rechnerisch haben wir in Deutschland an diesem Sonntag die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die uns für das ganze Jahr zur Verfügung stehen würden. Den sogenannten Erdüberlastungstag berechnet die Organisation Global Footprint Network jedes Jahr für einzelne Länder und weltweit. Wenn alle Menschen der Erde so viele natürliche Rohstoffe verbrauchen und CO2 ausstoßen würden wie wir Deutschen, wäre die jährliche Biokapazität der Erde bereits jetzt verbraucht.
Wie sieht dein eigener ökologischer Fußabdruck aus?
Monatelang war diese spannende Studie in den Schubladen von Katherina Reiche verstaubt.
Die Studie „Die Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ zeigt mit neuen spannenden Daten für alle Städte und Kreise, wie Regionen von den Erneuerbaren profitieren.
Zur Veröffentlichung der Studie gab es vom Wirtschaftsministerium keine Presseinfo, keine Pressekonferenz, keine Präsentation auf der Webseite, nichts. Fakten, die Reiche nicht passen, müssen jedoch Verbreitung finden!
Die beauftragten Wirtschaftsforschungsinstitute IÖW, IW consult und Berlin-Institut haben einen Top-Job gemacht. Ihre Arbeit hat es nicht verdient, monatelang zu verschwinden und dann kommentarlos und ohne jede Würdigung versteckt online gestellt zu werden.
P.S.: Über 260.000 Menschen haben bereits unseren Aufruf “Rettet die Erneuerbaren” unterschrieben. Bist Du auch dabei?
Die Welt steht Kopf – ein Irrer fegt über’s Land, pflügt durch die Welt und hinterlässt nichts als Scherben, Blut und Tränen. Er bringt unendliches Leid und das absolute Chaos. Er hält sich für von Gott gesandt, aber er ist Lucifer – nichts hält ihn auf.
Die Japanische Teezeremonie – eine Leidenschaft, in mehreren Schritten zelebriert.
Ganz dem Grundgedanken der Zen-Philosophie folgend besteht der Zweck der Zeremonie in der inneren Einkehr. Die vier Prinzipien der japanischen Teezeremonie sind deshalb Wa, Kei, Sei und Jaku, das sind Harmonie, Hochachtung, Sauberkeit und Stille.
Sie beschreiben die Beziehung zwischen Gastgeber und Gast, den Umgang mit den Utensilien sowie das Ziel der Zeremonie und werden im Verlauf durch bestimmte Handlungen umgesetzt. Traditionell findet diese in einem eigens dafür errichteten Teehaus statt, nach einem streng geregelten Ablauf.
Teeschale aus unserem Atelier
Nachdem die Gäste der Einladung des Gastgebers gefolgt sind, nehmen Sie im Warteraum Platz. An einem steinernen Brunnen sollen die Gäste sich Hände und Mund reinigen um alles Böse abzustreifen Nach Aufforderung durch den Gastgeber dürfen die Gäste das Teehaus betreten, zuvor müssen sie noch einen Gartenpfad beschreiten um den Alltag hinter sich zu lassen, Schritt für Schritt abzuschalten.
Im Teehaus werden zunächst leichte Speisen oder Reiswein gereicht, bevor die Gäste zurück in den Warteraum gehen. Fünf Gongschläge laden erneut ins Teehaus ein. Der Gastgeber hat in der Zwischenzeit alle Utensilien für die Zeremonie bereitgelegt. Dazu gehören Teeschale und -dose sowie Teepulver oder -kräuter, ein Gefäß für Frischwasser, eines für Gebrauchtwasser, ein Wasserkessel sowie ein spezieller Löffel aus Bambus und ein Teebesen.
Teeschale aus unserem Atelier
Knieend verbeugt sich der Gastgeber, legt die benötigten Utensilien zurecht und füllt Wasser aus dem Kessel in eine Teeschale, um diese zu erwärmen und zu reinigen. Teepulver wird in die Schale gefüllt und mit heißem Wasser aufgegossen, das anschließende Schlagen mit dem Bambusbesen macht den Tee schaumig. Der Hauptgast nimmt die Schale – ebenfalls mit einer Verbeugung – entgegen. Das Probieren des Tees folgt einem streng festgelegten Muster. Im Folgenden probieren alle weiteren Gäste von dem Tee.
Erst anschließend wird das Gespräch eröffnet, wobei ein zentrales Thema die Teeutensilien und ihre Kunstfertigkeit sind, allen voran die Teeschale. Wurde Usucha serviert, leichter Tee, begutachtet jeder Gast für sich die Schale nach dem Trinken durch Drehen in der Hand, bevor er sie dem Gastgeber zurückreicht. Nach dem Genuß von Koicha aus einer gemeinsamen Teeschale fragt der Ehrengast, der zuerst getrunken hat, den Gast, der zuletzt getrunken hat, nach der Schale, die dieser daraufhin reinigt und dem ersten Gast gibt.
Nun begutachten die Gäste gemeinsam die Kunstfertigkeit der Keramik. Der Ehrengast gibt die Teeschale danach dem Gastgeber zurück. Ihm obliegt es auch, dem Gastgeber Fragen zu der Teekeramik zu stellen, zu Künstler, Herkunft oder Alter.
Japanische Keramik hat von der Ästhetik her einen völlig anderen Ansatz als die uns vertraute westliche Keramik. Was vor allem zählt, ist das Eigenleben des Materials und wie gekonnt es vom Töpfer inszeniert wurde. Was uns unvollkommen oder gar mängelbehaftet erscheint, ist für das japanische Auge das zutage tretende Eigenleben des Materials. Optische und haptische Unvollkommenheit hat einen eigenen Namen: Wabi-sabi bezeichnet die verständige Akzeptanz scheinbarer Unvollkommenheit. Auf tiefgründig ästhetische Art fehlerhafte oder bewusst deformierte Keramik gilt als besonders individuelle und wertvolle künstlerische Ausformung.
blog.teekeramik.com – Bild einer japanische Teeschale Wissenwertes zum Thema und noch viel mehr über Japan und den Tee
Die Forderung von Friedrich Merz, bis zu 80 % der syrischen Geflüchteten innerhalb von drei Jahren abzuschieben, ist mehr als ein politischer Ausrutscher – sie offenbart ein grundlegendes Problem im Umgang mit Migration.
Denn es geht nicht um abstrakte Zahlen, sondern um Menschen: Hunderttausende sind längst Teil der Gesellschaft, arbeiten, zahlen Beiträge, halten in Pflege, Handel und Verkehr den Alltag am Laufen. Eine solche Forderung ignoriert nicht nur diese Realität, sondern steht auch im Widerspruch zu wirtschaftlichen Interessen. Deutschland kämpft mit Fachkräftemangel und demografischem Wandel – Massenabschiebungen würden diese Probleme verschärfen, nicht lösen.
Hinzu kommt die politische Dimension: Syrien ist in vielen Regionen weiterhin kein sicheres Herkunftsland. Pauschale Rückführungsquoten sind weder rechtlich noch praktisch umsetzbar.
Was bleibt, ist der Eindruck von Symbolpolitik: eine zugespitzte Zahl, die Aufmerksamkeit erzeugt, aber weder durchdacht noch verantwortungsvoll ist. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit braucht es Orientierung und realistische Lösungen – keine Debatten, die Ängste verstärken und gesellschaftliche Spaltung vertiefen – und der AfD nach dem Mund reden, was sie nur stärker macht
„Die Grundstückspreise in der Bundesrepublik Deutschland steigen in einem Maße, dass es nicht zu verantworten ist, diese Gewinne unversteuert in die Taschen einiger fließen zu lassen.“ So hat z. B. die Stadt München von 1957 bis 1967 für etwa 650 Millionen DM Grundstücke erworben. Wenn sie diese Grundstücke alle im Jahre 1957 zusammengekauft hätte, also im ersten Jahr dieses Zehnjahreszeitraumes, hätte sie nur 148 Millionen DM bezahlt. Eine halbe Milliarde ist damit aufgrund der öffentlichen Leistungen – Erschließungsaufwendungen – von einigen wenigen verdient worden, und das noch steuerfrei.«
Aus dem Godesberger Programm der SPD von 1959:
»Jeder hat ein Recht auf eine menschenwürdige Wohnung. … Sie muss deshalb auch weiterhin sozialen Schutz genießen und darf nicht nur privatem Gewinnstreben überlassen werden. … Die Bodenspekulation ist zu unterbinden, ungerechtfertigte Gewinne aus Bodenverkäufen sind abzuschöpfen.«
Willy Brandt, 1969 – 1974 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
»Es wäre gut, wenn unser Parlament über Parteigrenzen hinweg die Courage (zur Zusammenarbeit) … fände. So mit Notwendigkeit beim Bodenrecht. Denn es gibt keinen Zweifel, dass hier eine der fundamentalen Reformen zur Erleichterung und Humanisierung unseres Zusammenlebens lange überständig ist.«
80 Jahre – Hut ab – ein stattliches Alter! Du hast dich gut gehalten all die Jahre, stehst da wie eine 1, faltenlos und kerngesund.
So schade, dass viele Bewohner:innen deines Landes dich nur vom Hörensagen kennen und nicht wissen was für ein Schatz du bist. Deinen sozialen Charakter, deine Empathie und deine praktische Veranlagung scheinen manchmal selbst die nicht zu kennen, die dir im Maximilianeum so nahe kommen – kann sein, sie hören dir nicht zu?
In so vielen deiner 188 Artikel sprichst du Dinge und Wahrheiten aus, die man gerne laut und deutlich auch mal aus Politikermund hören würde.
Artikel 106:
Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung.
Die Förderung des Baus billiger …Wohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden
Artikel 141:
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut … Boden, Wasser und Luft als natürliche Lebensgrundlagen zu schützen … die heimischen Tier- und Pflanzenarten und ihre notwendigen Lebensräume sowie kennzeichnende Orts- und Landschaftsbilder zu schonen und zu erhalten.
Artikel 151:
Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl …
Gemeinschädliche und unsittliche Rechtsgeschäfte, insbesonders alle wirtschaftlichen Ausbeutungsverträge sind rechtswidrig und nichtig.
Artikel 157
Kapitalbildung ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zur Entfaltung der Volkswirtschaft.
Artikel 158
Eigentum verpflichtet gegenüber der Gesamtheit. Offenbarer Mißbrauch des Eigentums- oder Besitzrechts genießt keinen Rechtsschutz.
Artikel 161
Die Verteilung und Nutzung des Bodens wird von Staats wegen überwacht. Mißbräuche sind abzustellen.
Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen, sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen
Artikel 168
Jede ehrliche Arbeit hat den gleichen sittlichen Wert und Anspruch auf angemessenes Entgelt. Männer und Frauen erhalten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn.
Arbeitsloses Einkommen arbeitsfähiger Personen wird nach Maßgabe der Gesetze mit Sondersteuern belegt
Du machst deine Sache gut … schön, dass wir dich haben! Aber vielleicht könntest du in Zukunft doch etwas lauter sein und dich durchsetzen, wenn hinter deinem Rücken mal wieder jemand … von dir nix weiß …
Bitte bleib wie du bist und lass dich nicht unterkriegen.
Im Internet veröffentlichten sie einen Appell an die Politik mit dem Titel TAXMENOW. Darin formulieren sie die Forderung nach einer stärkeren Besteuerung der Reichen: „Wir sind Vermögende und setzen uns für eine höhere Besteuerung von Vermögen ein.“
Und natürlich: die Ungleichheit, die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich gefährdet die Demokratie. Nochmals verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Corona-Krise, viele Vermögende und Unternehmen sind in der Pandemie noch reicher geworden, wogegen die Armen besonders darunter litten und noch leiden.
Die Initiatoren werben in einer Online Petition um Unterstützer. Unterschreiben dürfen nur Personen, die mindestens über ein Vermögen von 1 Million Euro verfügen …
Fünf Schwerpunkte stehen im Zentrum ihrer Forderungen:
Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Millionen- und Milliardenvermögen
Begrenzung von Ausnahmen für Betriebsvermögen und anderen Sonderregelungen bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer
Progressive Steuersätze statt Einheitssatz bei der Kapitalertragssteuer
Eine Vermögensabgabe für Millionen- und Milliardenvermögen im Falle einer Schuldenbremse
Striktere Regeln gegen Steuervermeidung und -hinterziehung und bessere Ausstattung der Steuerbehörden
„Wir sind überzeugt, dass mehr Steuergerechtigkeit der zukunftsweisende Weg zu einer Gesellschaft ist, die sich an den Werten Gemeinwohl, Chancengleichheit und Zusammenhalt orientiert. Diejenigen, die viel besitzen, können einen höheren Beitrag leisten, um die großen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen: Klimawandel, Digitalisierung, demographischer Wandel, Wohnungsmangel, Bildungsgerechtigkeit und Förderung einer effektiven Vermögensbildung für alle.“
Dem kann man nur zustimmen, denn ohnehin gilt: Eigentum verpflichtet! Das gilt für Grund und Boden, Immobilien, Produktionsmittel, und Vermögen. Unsere Politiker sollten mal wieder die Artikel 14 und 15 des Grundgesetzes lesen …